Vielfältig, variabel und technisch versiert: der Digitaldruck

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Welche Verfahren zählen zum Digitaldruck? Welche Materialien werden damit bedruckt? Und was sind die Vorteile gegenüber anderen Druckarten?

Unter dem Begriff Digitaldruck sind verschiedene Verfahren zusammengefasst, bei denen keine eigens angefertigten Druckformen zum Einsatz kommen. Vom Computer werden die Daten direkt an die Druckmaschine geleitet und die Farbe auf das zu bedruckende Material gebracht. Daher sprechen wir hier auch von sogenannten Non-Impact-Druckverfahren. Sie stehen im Gegensatz zu Druckverfahren, die spezielle Druckplatten benötigen, wie zum Beispiel der Offsetdruck. Zu den Digitaldruckverfahren zählen unter anderem die Ionografie, Magnetografie und Thermografie. Am weitesten verbreitet in Unternehmen und Druckereien sind jedoch der Laserdruck (Elektrofotografie) und das Ink Jet-Verfahren, die wir deshalb hier näher vorstellen möchten.

Weitere Druckarten

Der Laserdruck (Elektrofotografie)

Das Prinzip der statischen Aufladung und Anziehung bildet die Basis für das Laserdruckverfahren: unterschiedliche Ladungen ziehen sich an, gleiche Ladungen stoßen sich ab. So wird zunächst ein Zylinder mit einer leitenden Oberfläche vollständig statisch aufgeladen. Ein Laser neutralisiert diese an den Stellen, die nicht zum Druckbild beitragen und daher keine Farben aufnehmen sollen. So bleiben also nur die Stellen auf der Zylinderoberfläche geladen, die später das Druckbild ergeben. Diese werden nun mit speziellen Farben, sogenannten Tonern, eingefärbt. Dazu sind die einzelnen Farbpigmente ebenfalls geladen, gegensätzlich zur Zylinderoberfläche. Die Farbe wird durch Kontakt auf dem Bedruckstoff abgesetzt, unterstützt durch elektrostatische Kräfte, die zusätzlich für die Übertragung sorgen. Die Tonerfarben bestehen meist aus extrem feinem Puder, das im nächsten Schritt auf dem Material fixiert wird. Hierzu werden die Puderpartikel mittels Wärme und Druck leicht geschmolzen und die Farbe dadurch verankert. Da nach der Farbübertragung noch Reste des Toners auf dem Zylinder übrig bleiben können, wird dieser mittels Bürsten und Absaugen gereinigt. Abschließend wird die Oberfläche elektrisch neutralisiert, sodass der gesamte Ablauf von vorn beginnen kann.

Digitaldruck Funktion

Das Ink Jet-Verfahren

Beim Ink Jet-Verfahren wird generell zwischen Continuous Ink Jet und Drop on Demand Ink Jet unterschieden. Beide arbeiten mit Farbkartuschen, die Reihe für Reihe über den Bedruckstoff geführt werden und so das Druckbild ergeben. Es ist also kein Zwischenträger vonnöten, wie es beim Laserdruck der Fall ist. Beim Continuous Ink Jet besteht ein permanenter Farbfluss. Dabei werden die Tröpfchen, die nicht zum Druckbild beitragen sollen, statisch aufgeladen. In einem elektrischen Feld werden sie abgelenkt und dem System wieder zugeführt, sodass nur die ungeladenen Farbtropfen zum bedruckbaren Material gelangen.

Drop on Demand Ink Jet bedeutet, dass nur bei Bedarf Farbtropfen erzeugt werden. Dies kann über ein Erhitzen und lokales Verdampfen der Flüssigkeit in der Düsenkammer geschehen (Thermal Ink Jet) oder mechanisch infolge eines elektronischen Signals (Piezo Ink Jet). Eine höhere Tropfenfrequenz ist dabei mit letzterem Digitaldruck zu erreichen.

Digitaldruck

Vor- und Nachteile des Digitaldrucks

Anders als bei Verfahren mit Druckformen wird im Digitaldruck jedes Bild neu erstellt. Dabei kann es zu leichten Abweichungen zwischen einzelnen Exemplaren einer Auflage kommen. Allerdings bietet diese Tatsache auch einen großen Vorteil: Jede einzelne Seite kann variabel angepasst werden. So sind zum Beispiel personalisierte Mailings oder Magazine möglich. Was die Schnelligkeit bei größeren Auflagen angeht, können Digitaldruckmaschinen nicht mit Offsetmaschinen konkurrieren. Darum kommen sie vor allem bei kleinen Auflagen zum Einsatz. Denn wo sich Offset erst ab einer gewissen Menge rentiert, sind hier Produkte bereits ab einem Stück wirtschaftlich sinnvoll produzierbar, etwa Plakate und Poster. Darüber hinaus sind die möglichen Bedruckstoffe äußerst vielfältig. So können neben Papier viele weitere Materialien, besonders in der Werbetechnik bedruckt werden. Von Platten und Schildern über Planen und Vinylböden bis hin zu Tapeten. Entdecken Sie die große Auswahl Ihrer individuellen Werbung im Digitaldruck online auf flyeralarm.com.

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